Anpassung an den Klimawandel: Aufschlussreiche erste Site Visit

ProClim hat die erste Site Visit im Rahmen des Pilotprogramms «Anpassung an den Klimawandel» des Bundesamts für Umwelt (BAFU) im September in Luzern organisiert. Der Anlass stand im Zeichen der Arbeit in Netzwerken und der hitzeangepassten Stadtentwicklung. Ein Kurzfilm und ein kleiner Werkzeugkasten mit Tipps für die Arbeit im Netzwerk sind jetzt online.

Site Visit Luzern
Immagine: ProClim

Ob Umgang mit Trockenheit, hitzeangepasste Stadtentwicklung oder Hochwasserschutz: Bei der Anpassung an den Klimawandel sind zahlreiche Akteur*innen aus den unterschiedlichsten Fachgebieten involviert. Um die Vernetzung zwischen Wissenschaft und Praxis zu fördern, hat ProClim gemeinsam mit dem Netzwerk für Transdisziplinarität (td-net) im Rahmen des Pilotprogramms Anpassung an den Klimawandel des BAFU ein neues Format entwickelt: die sogenannten Site Visits. Vor Ort wird die Arbeit von jeweils einem oder mehreren Pilotprojekten präsentiert und die Projektverantwortlichen vernetzen sich mit Forschenden aus den betroffenen Fachgebieten sowie mit Fachleuten aus der Region.

Netzwerke im Fokus

Der gelungene Auftakt dieser Veranstaltungsreihe fand Anfang September 2020 in Luzern zum Querschnittsthema Vernetzung statt. Anhand von Praxisbeispielen analysierten die rund 50 Teilnehmenden aus den Pilotprojekten, wie es sich professionell und erfolgreich im Netzwerk arbeiten lässt. «Gastgeber» war das Pilotprojekt «KlimaresilienteAgglomeration Luzern». Entsprechend spielte das Thema der hitzeangepassten Stadtentwicklung eine zentrale Rolle. Referate vermittelten zahlreiche Impulse aus Forschung und Praxis. Am Nachmittag schauten sich die Teilnehmenden zudem das Entwicklungsgebiet «LuzernSüd» genauer an und informierten sich, wie Fachleute aus dem Städtebau konkret mit der Herausforderung des Klimawandels umgehen.

Tipps für die Praxis

Mehrere Workshops und die Zeit dazwischen boten viel Raum für Erfahrungsaustausch. Die Teilnehmenden aus den verschiedenen Pilotprojekten und Stakeholder aus der Region diskutierten intensiv über Herausforderungen und Erfolgsfaktoren bei der Arbeit im Netzwerk. Ein Resultat dieser Auseinandersetzung, ein kleiner Werkzeugkasten mit Tipps für die Arbeit im Netzwerk, steht unten zum Download bereit.

Fazit: Vernetzung als Erfolgsfaktor

Gut funktionierende Netzwerke sind absolut zentral, um die Anpassung an den Klimawandel erfolgreich zu meistern. Es braucht mehr Gefässe, wo Wissenschaft, Verwaltung und Praxis zusammenkommen, damit ein Wissensaustausch und eine Vernetzung stattfinden kann. Um voneinander zu lernen, benötigt es Interesse an anderen Perspektiven und eine Offenheit nicht nur gegenüber neuen Ideen und Konzepten, sondern auch gegenüber möglichen Fehlern. Ziel ist es, durch die Zusammenarbeit einen Mehrwert für alle Beteiligten zu schaffen. Dafür braucht es eine Moderation und Gestaltung des Prozesses. Dieses Fazit kann aus der Veranstaltung in Luzern gezogen werden.

Das abwechslungsreiche Programm kam äusserst gut bei den Teilnehmenden an – die Premiere der neuen Veranstaltungsreihe war somit gelungen. Weitere Site Visits werden an zu unterschiedlichen Themen und an anderen Orten folgen. Der nächste Anlass wird voraussichtlich im Frühjahr 2021 in der Romandie stattfinden.

Vernetzung als Erfolgsfaktor – eine Site Visit in Luzern

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