Rückblick September 2021 weltweit

Nach Angaben des europäischen Copernicus-Dienstes war der September 2021 neben 2020, 2019 und 2016 global einer der vier wärmsten Septembermonate. In Europa war es stellenweise fast rekordverdächtig warm, im östlichen Teil jedoch kühler als im Durchschnitt und schließlich auf dem gesamten Kontinent nahezu durchschnittlich. Zu den Gebieten mit deutlich überdurchschnittlichen Temperaturen gehörten das zentrale Südamerika, Nordwestafrika sowie Süd- und Ostchina.

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Image: M. Bolliger

September 2021 in Europa

Der September 2021 war ein Monat mit gegensätzlichen Temperaturanomalien zwischen West- und Osteuropa. In den meisten westlichen Regionen war es deutlich wärmer als der Durchschnitt von 1991 bis 2020. Das Vereinigte Königreich registrierte im nationalen Durchschnitt den zweitwärmsten September seit Beginn der Aufzeichnungen. Irland erlebte den wärmsten September seit Beginn der Aufzeichnungen. So wurde im Phoenix Park in Dublin der wärmste September seit Beginn der Messungen vor 122 Jahren verzeichnet. In Frankreich war der September 2021 der sechstwärmste seit 1900.

In Osteuropa hingegen war der September kühler als im Durchschnitt des Zeitraums 1991-2020, aber nicht kühl genug, um langfristige Rekorde aufzustellen. Helsinki beispielsweise hatte 2021 einen kühleren September als in jedem anderen Jahr zwischen 1997 und 2020, aber elf frühere September zwischen 1961 und 1996 waren noch kühler.

Über den europäischen Kontinent gemittelt war die Durchschnittstemperatur im September 2021 um 0,2 °C kühler als im Durchschnitt des Zeitraums 1991-2020 (aber um 0,2 °C wärmer als im Durchschnitt des Zeitraums 1981-2010). Dies ist der kälteste September seit 2013. Dieser September folgt auf einen bereits relativ kühlen August. Es ist anzumerken, dass die Anomalien der europäischen Durchschnittstemperatur im Allgemeinen größer und variabler sind als die globalen Anomalien.

Globale Bilanz

Weltweit waren die letzten drei Septembermonate die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1979. Der September 2021 war 0,4°C wärmer als der Durchschnitt von 1991-2020 (oder 0,6°C wärmer als der Durchschnitt von 1981-2010). Laut Copernicus ist dies der zweitwärmste September nach dem September 2020, aber die Rangliste der vier wärmsten September (die die Jahre 2016 und 2019 einschließt) ist wenig aussagekräftig, da der Temperaturunterschied zwischen diesen vier Monaten weniger als 0,08 °C beträgt, was die genaue Rangierung unbedeutend macht – klar ist, diese September gehören gemeinsam zu den wärmsten seit 1979.

September 2021 in der Schweiz

Die Septembertemperatur lag verbreitet 1,5 bis 2,2 °C über der Norm 1981‒2010. In Gipfellagen der Alpennordseite gab es auch Werte zwischen 2,2 und 2,4 °C über der Norm. In den Bergen der Alpensüdseite bewegte sich der September hingegen ganz lokal nur um 1 °C über der Norm. Im landesweiten Mittel stieg die Septembertemperatur 1,9 °C über die Norm 1981−2010.

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