Was bedeutet das Klimaschutz-Abkommen von Paris aus ökonomischer Sicht?

Report International Renewable Energy Agency

Das in Paris erzielte Abkommen ist ein Meilenstein für den Klimaschutz; aber wie sehen die ökonomischen Folgen aus? Die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien hat die erste Studie zur Quantifizierung von makroökonomischen Folgen einer Verdoppelung des globalen Anteils an erneuerbaren Energien bis 2030 berechnet. Laut der Studie können Investitionen in erneuerbare Energien ein spürbares globales Wachstum, Wohlstandsgewinn, und eine Vielzahl neuer Stellen schaffen.

Report: Renewable Energy Benefits: Measuring the Economics: Was bedeutet das Klimaschutz-Abkommen von Paris aus ökonomischer Sicht?

Um das zwei Grad Ziel zu erreichen, müssen die erneuerbaren Energien schnell und intensiv ausgebaut werden. Die Konsequenzen eines solchen Umbaus der Energiesysteme für die Weltwirtschaft und für den globalen Handel werden im kürzlich publizierten Bericht «Renewable Energy Benefits: Measuring the Economics» von der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien IRENA beleuchtet.

Laut der Studie könnte das globale BIP durch die weltweite Verdoppelung des Anteils von erneuerbaren Energien bis 2030 um bis zu 1.1 % und der weltweite Wohlstand um bis zu 3.7 % steigen. Ausserdem könnten weltweit über 24 Millionen Arbeitsstellen generiert werden.

Der beschleunigte Umstieg auf erneuerbare Energien wirkt sich laut der Studie in den meisten Länder positiv auf Wirtschaft und Beschäftigung aus. Die Haupteffekte sind zusammengefasst:

  • Wirtschaftswachstum
  • Gesteigerter Wohlstand
  • Weniger Energieimporte
  • Zuwachs an Arbeitsplätzen
  • Chancen für Geschäftsmodelle und lokale Aktivitäten für die Elektrifizierung von Schwellen- und Entwicklungsländer
Im Vorteil sind Länder, die schon eine starke Erneuerbare Industrie besitzen. Umgekehrt leiden jene Länder, die stark von fossilen Energien abhängig sind, wie z.B. Saudi-Arabien, Venezuela oder Russland.

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