The forum brings the latest scientific findings into the political and public discussion. It presents specific options for combating climate change in Switzerland. The topics of focus range from understanding climate change and reducing emissions to adapting to the consequences.more

Image: NASAmore

28. Weltklimakonferenz (COP 28)

Die 28. Weltklimakonferenz (28. Conference of the Parties, COP28) der Vereinten Nationen (UN) fand vom 30. November bis zum 13. Dezember 2023 in Dubai statt. Im Mittelpunkt der Konferenz in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) standen die Massnahmen zur Bewältigung der Klimakrise und die bisherige Umsetzung der Pariser Klimaziele. Laut UN wurden mehr als 90.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer registriert.

COP28 UAE

Global Stockage
In Dubai wurde erstmals offiziell eine Zwischenbilanz („Global Stocktake“) der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens gezogen. Ein zentrales Ergebnis: Um die 2015 festgelegten Ziele zu erreichen, müssen die Klimaanstrengungen deutlich erhöht werden. Die bisherigen Zusagen und die Umsetzungen der nationalen Maßnahmen reichen nicht aus, um die Ziele zu erreichen.

Loss and Damage Fund (LDF)
Bereits am ersten Tag wurde ein Fond für Klimaschäden im Globalen Süden, der bereits auf der COP27 beschlossen wurde, angenommen. Die Staaten haben sich auf die Grundzüge des Fonds geeinigt. Dieser soll besonders die ärmsten und vom Klimawandel besonders betroffenen Länder unterstützen. Die Schweiz hätte sich gewünscht, dass alle Länder, die einen hohen Treibhausgas-Ausstoss und die finanziellen Mittel haben, zu Beiträgen aufgefordert werden. Die Schweiz leistet ihren Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung. Zur Umsetzung des Ziels, die Anpassungsfinanzierung zu verdoppeln, wird die Schweiz 135 Millionen Franken für den Grünen Klimafonds (Green Climate Fund, GCF) bereitstellen.

Abkehr von fossilen Brennstoffen
Im Global Stocktake haben sich die Staaten auch auf eine Empfehlung zum Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas bis 2050 geeinigt. Zahlreiche Staaten und die EU forderten, dass das Abschlussdokument einen strikteren Umgang mit fossilen Brennstoffen enthalten müsse. Der vorgelegte Entwurf des Gastgebers hatte auf die Formulierung eines aktiven Ausstiegs aus der Produktion der fossilen Brennstoffe verzichtet. Der Kompromiss: Man einigte sich nun auf „Abkehr“ (transitioning away) statt „Ausstieg“. Auch diese abgeschwächte Formulierung verlangt einen Actionplan aller Staaten. Für die Schweiz ist das ein positives Ergebnis. Als kleines Land ist sie darauf angewiesen, dass alle Länder, vor allem die mit grossem Treibhausgas-Ausstoss, Anstrengungen zum Ausstieg aus den fossilen Energien unternehmen. Die Formulierung lässt auch den Einsatz von Technologien zur Entnahme und Speicherung von CO2 zu. Die Schweiz wird darauf hinarbeiten, dass CO2-Entnahme und -Speicherung nur für schwer vermeidbare Emissionen eingesetzt wird.

Categories