Klimadialog am 21. März 2007 in Bern - Meeting Report

«Klimaänderung – wie abhängig sind wir von fossiler Energie?»

Nationale Gesetzgebung (CO2-Gesetz) und internationale Verpflichtungen (Kyoto-Protokoll) erfordern klimapolitische Entscheide nicht nur auf nationaler und internationaler, sondern auch auf kantonaler Ebene. Die Veranstaltungsreihe 'Klimadialog' soll in der Schweiz den Informationsaustausch zwischen Wissenschaft und Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft in den Regionen fördern. Die Veranstaltung vom 21. März 2007 in Bern war der Thematik «Klimaänderung - wie abhängig sind wir von fossiler Energie?» gewidmet. Das Interesse am Anlass war gross: Rund 250 Teilnehmer nahmen an der Veranstaltung teil.

Wetter und Klima (Symbolbild)
Image: NASA

Thomas Stocker von der Universität Bern fasste die wichtigsten Ergebnisse aus dem neuen IPCC Bericht zusammen. Er zeigte das Ausmass der in Zukunft zu erwartenden globalen Erwärmung auf. Besonders wichtig ist die Tatsache, dass das Ausmass der Erwärmung stark davon abhängt, wie rasch der Verbrauch fossiler Energien reduziert werden kann.

Werner Zittel von der Ludwig Bölkow Systemtechnik GmbH widmete sein Referat der Endlichkeit fossiler Energieträger. Er betonte, dass die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern dringend reduziert werden müsse. Angesichts der schwindenden Reserven sei ein Umstieg um so weniger schmerzvoll, je früher er eingeleitet und vollzogen werde.

«Können wir uns komfortables Wohnen ohne fossile Energie leisten?» Hansjürg Leibundgut von der ETH Zürich ist davon überzeugt, dass mit dem heutigen Wissen ein Umbau des Gebäudebestandes möglich und finanzierbar ist. Eine entsprechende Neuausrichtung würde überdies innovative KMUs fördern und hätte damit auch wirtschaftliche Vorteile. Dennoch stellen alternative energetische Lösungen bei Neu- und Umbauten noch immer eher die Ausnahme als die Regel dar.

An der anschliessenden Podiumsdiskussion beteiligten sich Barbara Egger, Regierungsrätin, Michael Kaufmann, Vizedirektor Bundesamt für Energie, Hans Lauri, Ständerat, Marco Berg, Präsident Energiekommission SATW, und Josef Jenni, Grossrat. Die angeregte Diskussion unter Beteiligung des Publikums konnte beim anschliessenden Apero weitergeführt werden.

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